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Es war einmal...

Nein, es gibt sie nicht mehr. Wie auch praktisch die gesamte BBS-Kultur ist die OR*BIT zuerst der WWW-Forenlandschaft zum Opfer gefallen, bevor diese von Facebook getötet wurde.

Warum steht diese Seite dann noch hier? OK, die Frage ist berechtigt. Ich werde sie gelegentlich erörtern und entsprechende Konsequenzen einleiten. Bis dahin muss Nostalgie als Grund ausreichen.



Topics:

Was ist denn so toll an FirstClass?
Warum eigentlich "die" OR*BIT und nicht "der" OR*BIT?
Okay. Und wozu ist die OR*BIT heute noch gut?
Na gut. Ist das nicht alles saumäßig kompliziert?
Genau. Wie sieht die Sache eigentlich aus?

Was ist denn so toll an FirstClass?

Aus heutiger Sicht ist FirstClass so etwas wie ein Vorläufer von E-Mail, Usenet, World Wide Web, IRC und FTP. Das stimmt natürlich nicht so ganz.
Aus damaliger Sicht war FirstClass Anfang bis Mitte der 90er Jahre die Weiterentwicklung von textbasierten Mailboxsystemen und Verbünden wie Mausnetz, Z-Netz und Fido. Das stimmte natürlich nicht so ganz.
Läßt man aber die technischen Aspekte beiseite und wirft einen Blick auf die Menschen, die die genannten Kommunikationsformen nutzen bzw. genutzt haben, geht die Formel auf: Wer heute per E-Mail, WWW etc. kommuniziert, hat (oder hätte) es gestern mit FirstClass getan und vorgestern mit Maximus oder Fido.
Dabei markiert FirstClass den Endpunkt der Entwicklung zentralserverorientierter, also nicht permanent vernetzter, Systeme. Die Funktionen E-Mail, Chat, Dateitransfer und Forum sind in einer einzigen komfortablen und graphisch orientierten Software zusammengefaßt. Aufgeblasene Protokoll-Overheads, die die Bandbreite überfordern, existieren genauso wenig wie die Notwendigkeit rechenintensiver Umsetzungen wie HTML-on-the-fly, weshalb ein FirstClass-Forum schon 1995 mit einem der damaligen Rechner und Modems wesentlich schneller war, als es heute ein HTML-Forum per DSL ist. Ein Internet-Zugang ist für die Einwahl nicht nötig, sondern die Verbindung zum Server wird direkt per Modem, ISDN oder über das lokale Netzwerk hergestellt. Dieser Umstand bestimmt auch den hohen "Freizeitwert" des Systems: Zu einer Zeit, da man sich als Privatmensch kaum einen Internetzugang leisten konnte, boten die meist gebührenfreien FirstClass-Server (gezahlt werden mußten lediglich die Telefongebühren für die Verbindung) eine ernstzunehmende und unkomplizierte Alternative für die Online-Kommunikation.
Das Internet in seiner heutigen Form hat allerdings gründlich mit den FirstClass-Servern und -Verbünden aufgeräumt. Obwohl auch heute noch viele FirstClass-Server eingesetzt werden, vor allem für die interne Kommunikation in Firmennetzen (hier geben die hohe Hacker-Sicherheit und einfache Administration des Systems den Ausschlag), steht so gut wie keiner davon mehr dem Freizeitnutzer mehr offen - mit wenigen Ausnahmen. In Deutschland gibt es noch etwa 30 Server mit "Mailbox"-Charakter. Einer davon - der einzige im Raum Düsseldorf - ist die OR*BIT.

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Warum eigentlich "die" OR*BIT und nicht "der" OR*BIT?

Jaaa... das ist nun mal so. Na gut, die Erklärung ist nicht so toll. Versuchen wir es noch einmal: Wenn man in der alten, alten Zeit von Kommunikationsforen-Servern sprach, dann hießen die auf englisch BBS (Bulletin Board System) und auf altneudeutsch nicht etwa Server, sondern Mailbox. Und eine Mailbox ist in der deutschen Sprache nun mal weiblich.

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Okay. Und wozu ist die OR*BIT heute noch gut?

Prinzipiell bietet die OR*BIT auch heute noch dieselben Funktionen und Möglichkeiten wie eh und je. Da aber fast alle der Faktoren, die ein BBS interessant machen, vom Publikumsverkehr abhängen, der heute hart bei null liegt, ist die Box in dieser Funktion mittlerweile so gut wie tot. Einzige Ausnahme: Die Konferenzgruppe des PublicCity-Mailboxverbundes, in dem die OR*BIT seit dessen Gründung 1996 Mitglied ist, bietet Macintosh-Benutzern immer noch einen der kompetentesten Expertenkreise rund um ihren Computer. Ansonsten wären noch die tagesaktuell eingehenden ots-Newsticker zu erwähnen, die in täglich rund 120 Meldungen Nachrichten zu verschiedensten Interessengebieten zur Verfügung stellen.
Aber zum interessantesten Nutzen der OR*BIT ist mittlerweile die unschlagbare Offenheit für verschiedene Kommunikationsprotokolle geworden: Abgesehen vom FirstClass Client, der für Macintosh, Windows und MS-DOS den komfortabelsten Zugang zum System darstellt, kann man die OR*BIT auch mit jedem VT100-Terminalprogramm (das vom C-64 bis hin zur Unix-Workstation für jedes Betriebssystem verfügbar ist) anwählen und nutzen. Zusätzlich ist die OR*BIT in der Lage, jegliche übertragene Datei im Format des sendenden Betriebssystems zu speichern. Somit entfällt sowohl die Notwendigkeit, Dateien für die Übertragung zu codieren, als auch die Gefahr, beim Download durch Inkompatibilität Datenmüll zu erhalten.
Weiterhin bietet die OR*BIT die Möglichkeit, Abgleichvorgänge zu vordefinierten Zeitpunkten zu starten (oder zu "schedulen", wie man auf Neudeutsch sagen würde). Die notwendige Software stellen wir Ihnen kostenlos zur Verfügung. Falls Sie also nicht über eine Internet-Standleitung verfügen, stellt dies die kostengünstigste Möglichkeit dar, uns nachts per ISDN Dateien zu übermitteln und gleichzeitig von uns bereitgestellte Dateien zu empfangen.

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Na gut. Ist das nicht alles saumäßig kompliziert?

Nee, wirklich nicht... die Installation der Client-Software gestaltet sich wesentlich einfacher als etwa die Einrichtung eines Internet-Zugangs, und die Benutzung des Systems ist so intuitiv, daß die meisten Benutzer die benötigten Funktionen ohne Anleitung sofort finden. Der Server präsentiert sich ähnlich wie die heimische Festplatte - nur etwas verspielter:

Genau. Wie sieht die Sache eigentlich aus?

Hier ein paar Screenshots, die die Benutzeroberfläche zeigen. Mac-Benutzer dürften sich gleich zuhause fühlen, aber auch Windows-User werden sich nicht fragen müssen, auf welchen Knopf sie denn nun drücken müssen.
 

Der "Schreibtisch" der OR*BIT: Wenn Sie wissen, was ein Icon und was ein Doppelklick ist, haben Sie schon gewonnen. Vielleicht müssen Sie ein paar der umständlicheren Wege "verlernen", die Sie im vielfach komplizierteren Internet zu gehen gewohnt sind - hier ist eben alles etwas einfacher und überschaubarer.
Beleidigen leichtgemacht:
Kein Problem mit dem OR*BIT-eigenen "Flame-Formular". Da schafft selbst der absolute Laie locker seine 50 - 100 Beleidigungen pro Stunde. Schade, daß das nur intern funktioniert...
Natürlich gibt es neben dem Flame-Formular und einer Vielzahl anderer fragwürdiger bis sinnloser Vorlagen auch noch "normale" Möglichkeiten, sich zu artikulieren. Man muß ja nicht gleich ausfallend werden (aber gut zu wissen, daß man es könnte).

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